Aktuelles

                                                                 27. August 2021

 

 

Vortrag

"Das Gebet der Ritter Unserer Lieben Frau"

 

Mit freundlicher Unterstützung des katholischen Internet-Fernsehens bonifatius.tv erläutert Br. Peter Böhm die Spirtitualität des Ordens der Ritter Unserer Lieben Frau anhand eines kurzen Vortrages über "Das Gebet der Ritter Unserer Lieben Frau". Der Vortrag kann in der Mediathek (externer Link) von bonifatius.tv direkt abgerufen werden (Nach dem Starten des Videos den Ton durch Drücken des Lautsprechersymbols einschalten).

Copyright der Videoaufzeichnung: bonifatius.tv

Generalkapitel vom 13.-15 August 2021

                                                                                                                                                                       16. August 2021

 

Vom 13. - 15.08. fand das jährliche Generalkapitel unseres Ordens in Frankreich statt. Bei diesem Treffen wurde nach vier Jahren ein neuer Ordensmeister gewählt (Br. Jean-Paul Gaulthier). Der neue Meister ist in Großbritannien und Frankreich beheimatet.

 

Am 15.08. wurden in der Kryta der Kahedrale von Chartres zwei Brüder von Bischof Philippe Christory zu Rittern geschlagen. Am Nachmittag fand die traditionelle Prozession durch Chartres statt, an der ca. 2000 Gläubige teilnahmen.

 

Die MILITIA SANCTAE MARIAE wurde am Heiligabend 1964 in der Kathedrale von Chartres kanonisch errichtet und ist heute in mehreren Ländern vertreten.

Quelle: Von Wenzl Weis - Jörg C.Steiner: Der k.u.k. Hofstaat - 1858-1918. ALBUM Verlag für Photografie, Wien 1997, ISBN 3-85164-048-9, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2809769
Quelle: Von Wenzl Weis - Jörg C.Steiner: Der k.u.k. Hofstaat - 1858-1918. ALBUM Verlag für Photografie, Wien 1997, ISBN 3-85164-048-9, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2809769

                                                                                                         01. Juli 2021

 

Umbenennung des deutschen Priorates

 

Beim letzten Ordenskapitel Ende Juni 2021 wurde beschlossen, daß das deutsche Priorat ab dem 01. Juli 2021, den seligen Kaiser Karl von Österreich als Namenspatron hat.

 

Der neue Patron ist uns ein Vorbild als Familienmensch, in seinem Kampf gegen die Ungerechtigkeiten seiner Zeit und in seinem Gottvertrauen!

 

Peter Böhm

 Katholische Kirche: Ein „Synodaler Weg“ abseits der Menschen und der Aktualität?

 

Eine Stellungnahme des Ordens der Ritter Unserer Lieben Frau (Priorat P. Pio) aus aktuellem Anlass

Die MILITIA SANCTAE MARIAE, der Orden der Ritter Unserer Lieben Frau, ist eine katholische religiöse Vereinigung, die sowohl in der Kirche als auch in der freiheitlichen Demokratie beheimatet ist. Mit der nachfolgenden Stellungnahme möchten wir unserer Sorge um den zukünftigen Weg der katholischen Kirche in Deutschland Ausdruck verleihen:

 

1. Die Vorgänge um die aus ihrem Amt geschiedenen Bischöfe im Zusammenhang mit Rechtsverstößen nach kirchlichem und in Einzelfällen auch staatlichem Recht lassen – bei allem Bedauern über rechtliches Fehlverhalten einzelner und deren mangelndem Einfühlungsvermögen gegenüber den Opfern schwerer Verbrechen - die forcierte Tendenz einer verstärkten institutionellen Verrechtlichung und Angleichung der Kirche an politische Verfahren erkennen.

 

Es ist unbestreitbar, dass innerhalb der Kirche Kirchenrecht strikt zu beachten ist und nicht durch Amtsträger qua Amt in Frage gestellt werden darf. Die grundsätzliche Beachtung staatlichen Rechts versteht sich ebenfalls als Grundlage des Verhältnisses von Staat und Kirche. Eine Fortentwicklung der Kirche nach den Maßstäben einer politischen Institution gibt aber aus Sicht der Gläubigen zu schweren Bedenken Anlass. Wer den Dienst an der Kirche in den Kategorien von Machtausübung, Prestige und quasi-politischen Ämtern zu fassen versucht, verfehlt die Heilsorientierung dieses Dienstes in seinen verschiedenen Formen. So können Glaubenswahrheiten nicht wie politische Beschlüsse Ergebnis von Kompromissen und Abstimmungsverfahren sein. Sie sind Überlieferung Christi in heilsgeschichtlicher Entfaltung und weiter zu überliefern und zu verbreiten. Glaubenswahrheiten können nicht im Gegensatz zu ihrer Tradition stehen oder durch Mehrheiten dahin gebracht werden, weil sie bei aller geschichtlichen Ausdifferenzierung nur das darstellen, was immer schon und zu allenZeiten der Glaube der Gemeinschaft Christi war.

 

Die Hauptaufgabe der Kirche ist Vollzug und Weitergabe des Glaubens und somit auch die Bewahrung der Glaubensgüter. Der geweihte Klerus hat die Aufgabe, sein ganzes Leben in den Dienst dieser Aufgabe zu stellen. Eine Wahl könnte nicht konstitutiv für die Spendung des Priestertums sein. Priester können vom Grundsatz her auch keine Funktionäre auf Zeit sein, weil ihre lebenslange Aufgabe nicht allein in der Erfüllung einer zweck- und zeitgebundenen überpersönlichen Arbeitspflicht besteht, sondern im Gegenteil an eine Weihe, eine persönliche Berufung und damit Lebensform gebunden ist. Genau dies drückt auch der Zölibat aus.

 

Der Aufgabe des Klerus entspricht soziologisch exakt seine Verfasstheit als selbstergänzendes Gremium mit eigenem Gemeinschaftsbewusstsein. Bei aller notwendigen Aufmerksamkeit dafür, dass dieses geschichtlich entstandene Gefüge nicht durch Verbrecher missbraucht wird, muss doch andererseits klar bleiben, dass, wer reformorientiert die heilsgeschichtlich so bestimmte Existenz und Wirksamkeit des Klerus in Frage stellt, auch Aufgabe und Tradition der Kirche und damit ihre Eigenständigkeit der Politik gegenüber in Frage stellt. Wo aber die Politik Kirche und Glauben vereinnahmen kann, da wird leicht auch die Religionsfreiheit gefährdet – damit aber auch letztlich die Demokratie.

 

2. Für viele katholische Christen ist die Zielrichtung des sog. „Synodalen Weges“ im letzten zutiefst unverständlich:

 

· Wenn schwerste Verfehlungen innerhalb der Kirche wie Kindesmissbrauch Anlass zur Neubesinnung aller Gläubigen bieten, auch derjenigen, die sich diesbezüglich nichts vorzuwerfen haben, dann sollte dies zweifellos so geschehen, dass die Ausrichtung auf Jesus Christus, auf die Heiligen und das himmlische Jerusalem als eigentliche Heimat der Christen, als Reich Gottes, Seiner Gerechtigkeit, Seiner Barmherzigkeit und Seines Friedens den Horizont aller Aufklärung, aller Besinnung und aller Bemühungen bildet. Denn die Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit und die Ausrichtung darauf bieten die einzige Möglichkeit auf endgültige Heilung der Wunden der Verbrechensopfer. Zugleich muss diese positive Ausrichtung auf Gottes Heil allen Gläubigen bei innerkirchlichen Maßnahmen, Neumotivationen und Lerneffekten hinsichtlich der abscheulichen Verfehlungen an Kindern als Kompass dienen, wenn aus der sorgenden Überwindung von schlimmsten Verfehlungen wieder das Gute wachsen soll - und nicht die Verzweiflung an der eigenen Sündhaftigkeit und letztlich dadurch erneut Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern.

 

Wir fragen uns: Die überragende Bedeutung einer positiven spirituellen Ausrichtung des „Synodalen Weges“ auf das Heil in Jesus Christus, die Fürsprache Mariens als der Zuflucht der Sünder und die Fürbitte der Engel und Heiligen bei einem überaus wichtigen Vorhaben hinsichtlich einer Genugtuung der Opfer – stehen sie wirklich im Zentrum der bisherigen Diskussionen des „Synodalen Weges“ oder geht es bloß um eine Verlängerung politischer Kategorien auf das Gebiet der Kirche, wofür das Leiden der Opfer nur den Anlass bietet? Geht es letztlich um das göttliche Heil aller Beteiligten oder bloß um die Durchsetzung kirchenpolitischer Ziele?

 

· Wenn es der Hauptanlass dieser kirchenrechtlich nicht bindenden Versammlung von Klerikern und Laien unter Beteiligung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZDK) ist, künftig sowohl das Verbrechen des Kindesmissbrauchs als auch dessen Vertuschung in der Kirche unmöglich zu machen, warum beschäftigt sich die Versammlung dann nicht in erster Linie mit Fragen der Kirchen- und Glaubensdisziplin, sondern der Kirchenstrukturen? Das Verbrechen des Kindesmissbrauchs ist leider – unabhängig von konkreten Kirchen- oder Vereinsstrukturen – überall da zu finden, wo Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stattfindet. Die Täter sind sowohl verheiratet wie nicht verheiratet. Es ist daher nicht nachvollziehbar, wieso die Kriminalprävention in diesem Falle nicht eine Frage der Motivation zur selbstständigen Einhaltung bestehender verbindlicher Moralnormen, der speziellen Kontrollen und ganz allgemein der ausreichenden Umsetzung bestehender (kirchen-)rechtlicher Vorgaben, sondern eine Frage der Veränderung der Weihehierarchie, des Zölibats und moraltheologischer Vorgaben des Lehramtes sein soll.

 

· Dies umso mehr, als die katholische Sexualmoral seit biblischen Tagen Kindesmissbrauch auf das schärfste verurteilt – es besteht keine falsche Auffassung in der Sache (wie es etwa in der Partei der Grünen bis zum Ende der achtziger Jahre nachweislich der Fall war), sondern offensichtlich ein (partielles) Umsetzungsdefizit, bei dem beispielsweise Schweigen an der falschen Stelle eine Rolle spielt. Dieses Schweigen ist aber keineswegs durch die päpstliche Lehre zur Sexualmoral geboten, im Gegenteil. Deshalb bleibt unverständlich, wie die vom „Synodalen Weg“ angestrebte Reform der Sexualmoral im Sinne einer generellen inhaltlichen Beschränkung der katholischen Moraltheologie auf eine ermunternde Bestätigung der individuellen Ausnützung der Spielräume der derzeit in Deutschland geltenden rechtlichen Regelungen künftig Kindesmissbrauch und dessen Vertuschung in der Kirche verhindern soll.

 

· Einmal von dem Bestreben nach Aufhebung des Zölibats, Frauenweihe und Liberalisierung der Lehre zur Sexualmoral abgesehen, erfüllt uns mit Sorge, dass im Rahmen des „Synodalen Weges“ der Eindruck erweckt wird, bald schon Lehre und Struktur der katholischen Kirche in Deutschland grundlegend verändern zu können.

 

Papst Franziskus hat keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er die von den Akteuren des „Synodalen Weges“ gewünschten Strukturveränderungen nicht mitträgt. Gleichzeitig ist klar, dass die entsprechenden Forderungen aber tatsächlich nur auf der Weltebene erfüllt werden könnten – und dies auch nur insoweit sie der lebendigen 2000-jährigen Tradition der Kirche nicht widersprechen. Letzteres ist aber mindestens bei der Forderung nach Angleichung der Moraltheologie an herrschende Meinungen in der Gesellschaft und dem Anliegen, Frauen die Weihe zu spenden, eindeutig der Fall. Diese Forderungen sind innerhalb der katholischen Kirche schlicht nicht zu erfüllen. Die deutschen Bischöfe haben (bis auf wenige Ausnahmen) aber in diesen und einigen anderen Punkten wie etwa der Segnung homosexueller Partnerschaften, der Zulassung von Protestanten zur Eucharistie und der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Eucharistie ungeheure Erwartungen erweckt, denen zu entsprechen sie sich jetzt auf Gedeih und Verderb verurteilt sehen. Sofern sie jetzt in ihrer Mehrheit gemeinsam oder etwa als einzelne Bischöfe auf eigene Faust entsprechende Veränderungen vornehmen und beispielsweise Frauen weihen würden, gehen sie das Risiko einer Kirchenspaltung ein. Dies erfüllt uns mit tiefer Sorge. Es sei denn, die Bischöfe würden sich öffentlich von diesen Erwartungen eindeutig distanzieren und der Öffentlichkeit reinen Wein einschenken, dass die Chancen auf eine Änderung der gesamten Weltkirche von Deutschland aus praktisch gleich Null sind. Wir appellieren an die deutschen Bischöfe, hier ein ganz klares Zeichen zu setzen.

 

3. Auch wenn man den „Synodalen Weg“ einmal unabhängig vom Anliegen der Missbrauchsprävention sieht, möchten wir aber auch die Frage aufwerfen, ob ein kirchlicher Neuanfang in Deutschland überhaupt mit der Erörterung kirchenstruktureller Themen erreicht werden kann. Und das in einer Zeit, die durch die Corona-Pandemie und ihre sich jetzt abzeichnenden verfassungsrechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen für Millionen von Menschen geprägt ist. Tagt nicht der „Synodale Weg“ an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen vorbei? Es ist doch wohl kaum anzunehmen, dass den Menschen, die wegen der Corona-Krise in Sorge um ihre wirtschaftliche Existenz, die Gesundheit von Familienmitgliedern und die Bildungslaufbahn ihrer Kinder sind, vor allem die Frage nahegeht, ob nun auch in der katholischen wie bisher schon in der evangelischen Kirche Homosexuelle gesegnet werden und Pfarrerinnen den sonntäglichen Gottesdienst halten: Einen Gottesdienst, der ohnehin nur von einem Bruchteil der Kirchenmitglieder noch regelmäßig besucht wird. Und einen Gottesdienst, der für die kirchliche Minderheit derjenigen, die ihn gern besuchen wollen, monatelang unter derart strengen, auch kircheninternen, Hygienekautelen steht, dass es gerechtfertigt ist, hier von einer erheblichen Einschränkung des grundgesetzlich garantierten Rechtes auf Religionsfreiheit zu sprechen. Soll die Einschränkung der Religionsausübung auch künftig wie aktuell durch das Infektionsschutzgesetz eine politische Ermessensfrage bleiben, die sich auf einfachgesetzlicher Ebene regeln lässt und bei der nahezu parlamentsfrei durchregiert werden kann? Alles keine Themen für den „Synodalen Weg“? Wo bleibt der aktuelle Bezug zu den Menschen in Deutschland? Wo ist die kirchliche Antwort? Oder glaubt man sich dieser Probleme einfach durch Verurteilung der sogenannten Querdenker entledigen zu können?

 

4. Die Corona-Krise betrifft insbesondere die Familien in Deutschland. Die Rezession, die durch die Gegenmaßnahmen ausgelöst worden ist, übertrifft die der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Trotz der Tatsache, dass derzeit noch zahlreiche Sonderregelungen wie die Aussetzung der Insolvenzpflicht und die Ausweitung der Kurzarbeit in Kraft sind und es einen erleichterten Zugang zu Sozialleistungen und Wirtschaftssonderprogrammen gibt, ist bereits jetzt ein Anwachsen der Arbeitslosigkeit zu beobachten. Es ist eine Absenkung der mittleren Bruttolöhne festzustellen. Soloselbstständige, Angehörige der freien Berufe und Menschen, die auf Geringfügigkeitsverdienste angewiesen sind, haben teils erhebliche Einkommenseinbußen hinzunehmen. Falls es zu andauernden Einkommensverlusten durch die Maßnahmen in der Corona-Pandemie kommen sollte, werden viele Menschen, auch solche mit Familie, sich günstigere Wohnungen suchen müssen – und das auf einem in den Ballungsräumen und ihren Umgebungen leergefegten Wohnungsmarkt. In der Bildungspolitik spricht man bereits durch den breitflächigen Ausfall von Schulunterricht von einer „Generation Corona“ – und das in einer sich globalisierenden Welt, in der Deutschland und Europa hauptsächlich einen Rohstoff anzubieten haben: Bildung. Die starke Belastung gerade von Familien bedürfte eines klaren warnenden Wortes der Kirche, auch der Laien in der Kirche.

 

Das Instrument des „Synodalen Weges“ wäre hierzu sicherlich geeignet. Stattdessen beschäftigt sich die Kirche in Deutschland mit sich selbst. Die Kirche ist auf dem Weg der Selbstmarginalisierung durch Realitätsverweigerung. Die Bischöfe und den „Synodalen Weg“ interessiert dies nicht – das ist der katastrophale Eindruck, den mancher gewinnen muss.

 

5. Die Liste der Themen, die dringend einer Behandlung in christlicher und katholischer Orientierung besonders durch die Bischöfe bedürfen, ist lang. Die dramatischen Entwicklungen in Bezug auf das Lebensrecht bleiben offenbar kirchlich weitgehend unbemerkt.

 

Wir fordern deshalb unsere Bischöfe auf, zurückzukehren zu den heute tatsächlich aktuellen Themen. Der „Synodale Weg“ sollte sich thematisch insbesondere mit Blick auf die aktuelle krisenhafte Situation der Familien in Deutschland umorientieren, fruchtlose innerkirchliche Strukturdiskussionen mit Spaltungspotential einstellen und den Menschen tatsächlich dienen.

 

Autor:

Der Text wurde für die MILITIA SANCTAE MARIAE geschrieben von Herrn Klaus-Hermann Rössler, Diener U.L.F., zugleich Ritter in einem vom Heiligen Stuhl anerkannten Ritterorden. Berufliche Tätigkeit unter anderem im Bereich der Familienpolitik.

 

Mögen diese Worte uns im Herzen treffen und uns zeigen, was jetzt zu tun ist!

 

Maria siegt!

 

Br. Peter Böhm

Beauftragter des Meisters für das Priorat P. Pio
Ecce ego quia vocasti me (1. Sam. 3,6)

Mitteilung  des Ordens-Meisters

anlässlich der Veröffentlichung

des Apostolischen Schreibens "Partis Corde"

durch den Heiligen Vater

am 08. Dezember 2020

 

 

 

Gestern, am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis und 150. Jahrestag der Proklamation des heiligen Josef zum Patron der Weltkirche, veröffentlichte unser Papst Franziskus ein schönes, verheißungsvolles und hoffnungsvolles Apostolisches Schreiben - PATRIS CORDE - "ein gemeinsames Vaterherz", mit dem folgenden Ziel: "unsere Liebe zu diesem großen Heiligen zu verstärken, uns gedrängt zu fühlen, seine Fürbitte zu erflehen und seine Tugenden und seine Fürsorge nachzuahmen".

 

Dieses Apostolische Schreiben lädt uns in der Tradition der Kirche über den heiligen Josef ein, diesen außergewöhnlichen Vater der Familie nachzuahmen in einer Zeit, unserer eigenen, die die Vaterschaft leugnet und entstellt. Es muss sofort gelesen werden. Sein Studium ist unabdingbar für jeden Christen, und vor allem für uns als Ritter der Gottesmutter. Ich bitte daher alle Verantwortlichen unseres Ordens, diese Bitte des Meisters an die Brüder und an die ganze MSM weiterzugeben. Zugleich bitte ich auch um KONKRETE AKTIONEN im Namen unseres Ordens, je nach den Möglichkeiten der einzelnen Strukturen oder der Einzelnen, aber immer als Aktionen der MSM, z.B. Pilgerfahrten, Gebete, Messen, Rosenkränze, Exerzitien und ähnliche Aktivitäten, die der Heilige Geist inspiriert.

 

Möge dieses BESONDERE JAHR DES Hl. JOSEPH von unserem Orden gut gefeiert werden, in Übereinstimmung mit dem Dekret der Apostolischen Pönitentiarie, dem Willen des Papstes und meiner Bitte.

 

Braga - 9.XII. 2020

 

Sub tuum praesidium.

 

Carlos de Aguiar Gomes

Meister und erster Diener der MILITIA SANCTAE MARIAE

(Miles, pauper et peccator)

 

Gebetsvorschlag des Ordens-Meisters zum Jahr des Heiligen Josef

Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0 AT <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en>, via Wikimedia Commons
Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0 AT <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en>, via Wikimedia Commons

 

 

 

Glorreicher hl. Josef, unser himmlischer Patron, durch das Herz Jesu und das Unbefleckte Herz Mariens bitte ich dich demütig in den Schwierigkeiten und Sorgen, die uns bedrängen, um [Angabe der Fürbitte].

 

Wir wenden uns mit Vertrauen an dich. Sei unser Fürsprecher zusammen mit Maria, der du ihr Ehemann und der Beschützer unseres Herrn, Jesus Christus warst. Füge zu all deinem Ruhm den Ruhm des Sieges in der schwierigen Sache hinzu, die wir dir anvertrauen".

 

Heiliger Josef, sei uns gnädig und erfülle unsere Bitte.

 

09.12.2020

 

 

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Velden_Kirchenstrasse_23_Pfarrkirche_Unsere_Liebe_Frau_hl_Josef_mit_Jesukind_03102014_290.jpg

Impuls zum Fest der Unbefleckten Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria
(08. Dezember 2020)

 

 

Liebe Brüder und Schwestern,

 

heute, am 08. Dezember, feiern wir das Fest der Unbefleckten Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria. Es ist dies eines von fünf Festen erster Klasse unseres Ordens. Daher besteht für alle Mitglieder die Verpflichtung zur Teilnahme an der Feier des heiligen Meßopfers, möglichst mit Kommunionempfang.

 

In diesem Fest gedenken wir der Tatsache, daß Maria nicht wie alle anderen Menschen mit dem Makel der Erbsünde geboren wurde, sondern daß Sie im Hinblick auf die Verdienste Ihres Sohnes vom Augenblick Ihrer Empfängnis an unbefleckt war. Deshalb wird sie vom Erzengel Gabriel als "voll der Gnade" bezeichnet. Gott hat sich in Maria einen reinen Tempel gebaut, in den Er dann hinabsteigen und unter uns wohnen konnte.

Wir sehen also, daß Maria auf Ihre Aufgabe als Mutter Gottes vorbereitet wurde. Auch wir wurden in der heiligen Taufe reingewaschen und so zu unserem Dienst als Kinder Gottes vorbereitet. Versuchen wir immer wieder, diese Taufgnade zu bewahren oder im Sakrament der heiligen Beichte wiederherzustellen! Erinnern wir uns im Angesicht der bevorstehenden Aufgaben, daß Gott uns zu jedem guten Werk auch die hierfür notwendige Gnade gibt!

 

Gesegneten Advent!

 

Maria siegt!

 

Br. Peter Böhm

Beauftragter des Meisters für das Priorat P. Pio
Ecce ego quia vocasti me (1. Sam. 3,6)

Botschaft des Ordens-Meisters  für den Monat Dezember 2020

 

 

Pax

 

JAHR von LEPANTO

 

Liebe Brüder und Freunde,

 

ich beginne meinen Dezemberbrief mit einem Gedanken unseres lieben Papstes, des heiligen Johannes Paul II. des Großen, und lade Sie ein, darüber zu meditieren: "Möge der Glanz Deiner Geburt die Nacht der Welt erhellen. Möge die Kraft Deiner Liebesbotschaft die stolzen Einbildungen des Bösen zerstören. Das Geschenk Deines Lebens lässt uns immer mehr verstehen, wie viel das Leben eines jeden Menschen wert ist" (Johannes Paul II. , Magnus - Weihnachten 2003).

 

- Möge das Gedenken an die Geburt unseres Erlösers diese Nacht, in welche die Welt eingetaucht ist, erhellen! Ja! Wie reagieren wir auf DIESEN AUFRUF? Sind wir das Licht der Welt? Erleuchten wir diese unsere Welt mit unserem Gebet und unseren Taten?

 

- Nehmen wir andere auf und leben mit und in der Liebe, die das Kind zu verkünden gekommen ist? Achten wir auf die Fallstricke des Bösen? Beten wir das Gebet zum hl. Michael (von Papst Leo XIII.), das uns Papst Franziskus am 2. Oktober 2019 gebeten hat, viele Male zu beten?

 

- Sind wir uns des Wertes des menschlichen Lebens bewusst, jedes einzelnen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod? Beten und handeln wir, damit das LICHT CHRISTI erleuchtet und unseren Geist für die Förderung und Verteidigung des menschlichen Lebens, insbesondere der schwächsten Menschen, öffnet? Wie haben wir uns auf diesem Schlachtfeld aktiv engagiert? Beschränken wir uns auf steriles Wehklagen oder ist unser Wehklagen proaktiv? Tun wir etwas Konkretes im Alltag, wenn der Wert des menschlichen Lebens verachtet wird?

 

In Kapitel I, Absatz 6 unserer Regel schrieb der Gründer: "Der Kampf des Ordens, der seine Existenz als Ritterorden rechtfertigt, ist ein Kampf im eigentlichen Sinne des Wortes. In der Tat hat der Angriff der Mächte der Hölle auf das Christentum einen vorherrschenden ideologischen Aspekt, dem man sich nicht widersetzen kann, ein spiritueller und doktrinärer Kampf, der mit dem festen Entschluss verbunden ist, die höchsten Werte der christlichen Zivilisation bis zum Tod zu verteidigen....".

 

An diesem Weihnachtsfest, das auf weltweiter Ebene so besonders ist, wünsche ich allen und ihren Familien das größte Glück und den größten Segen des Kindes und hoffe, dass 2021 ein LEPANTO-JAHR des Kampfes für die Werte unserer Zivilisation wird, die so bedroht sind und denen gegenüber wir nicht gleichgültig bleiben können und dürfen.

 

Möge unser Gründer uns segnen!

 

Sub tuum praesidium.

 

Carlos de Aguiar Gomes

Meister und erster Diener der MILITIA SANCTAE MARIAE

(Miles, pauper et peccator)

Botschaft des Ordens-Meisters  für den Monat November 2020

 

 

Pax

 

Meine lieben Brüder und Freunde,

 

Unsere Ordensregel – sie ist tief benediktinisch, marianisch und ritterlich (militant) - weist uns den Weg zu unserer Heiligung. Es ist ein Weg unter vielen, der für Laien, die in der heutigen Welt leben, von einem grundlegenden Charisma geprägt ist und uns von der Stadt der Menschen zur Stadt Gottes führt.

 

Inspiriert von Heiligen Geist, gab uns unser Gründer Dom Lafond den Auftrag – um mit den Worten unseres Papstes Franziskus zu sprechen - Laien "auf dem Weg nach draußen" zu sein. Er gründete (vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil) eine Vereinigung von Laien, welche nicht eine Gruppe von Pietisten sein sollte, sondern die Sauerteig sein sollte, welcher den ganzen Teig durchsäuert. Deshalb benutzte er den Satz eines französischen Historikers: "Um die Grenzen des Reiches Gottes zu erweitern". Aus diesem Grund erfüllt unsere Gemeinschaft ALLE Kriterien der Kirche, wie sie in "CHRISTIFIDELES laici" von Johannes Paul II. dem Großen aufgeführt sind. Zu diesem Thema habe ich bereits ein Büchlein veröffentlicht, das meine These (Braga, 2016) rechtfertigt, welches bereits in den wichtigsten Sprachen der MSM hätte veröffentlicht werden müssen.

 

Was sind also diese Kriterien der Kirche, auf die die MSM trotz unserer Schwächen voll und ganz antwortet und auf die in unserer Regel und in zahlreichen Schriften des Gründers Bezug genommen wird?

 

1. Vorrang für die Berufung jedes Christen zur Heiligkeit;

 

2. Die Verantwortung, den katholischen Glauben zu bekennen;

 

3. Das Zeugnis einer soliden und überzeugten Gemeinschaft, in einer kindlichen Beziehung zum Papst;

 

4. Die Übereinstimmung mit und Teilnahme am apostolischen Ziel der Kirche;

 

5. Die Verpflichtung zum Zeugnis in der menschlichen Gesellschaft.

 

Dom Lafond, unser geliebter Gründer, wies uns schon viele Jahre vor diesem päpstlichen Dokument den Weg, den wir einschlagen sollten. Wenn einige von uns gescheitert sind, sind andere - die Mehrheit - diesen Herausforderungen treu geblieben. Diejenigen, die gescheitert sind, sind es deshalb, weil sie die Regel und das, was unser Gründer in ihr für unser Wohl und das Wohl der Gesellschaft dargelegt hat, nicht verstanden haben!

 

Lasst uns in diesem Monat, der den "gläubig Abgeschiedenen" gewidmet ist, für unseren Gründer beten und Gott danken für die heiligste Gottesmutter Maria, der er so ergeben war, für die Gnade, ihn in unser Leben gesetzt zu haben, und dass er uns immer auf dem Weg führen möge, den er uns in der Regel, die er uns hinterlassen hat, aufgezeigt hat.

 

Im 10. Todesjahr unseres Gründers, Mgr. Gérard Lafond OSB.

 

Sub tuum praesidium.

 

Carlos de Aguiar Gomes

Meister und erster Diener der MILITIA SANCTAE MARIAE

(Miles, pauper et peccator)

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